Col2

Das Aral Schmierstoff ABC

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Additiv (Zusatz oder Wirkstoff)

Wirkstoffe, die Grundölen oder anderen Grundstoffen ( z.B. Rohbenzin ) zugemischt werden, um im Fertigprodukt Eigenschaften zu erreichen, die anwendungstechnisch erforderlich, aber im Grundöl/Grundprodukt nicht vorhanden sind; um positive Eigenschaften noch zu verstärken oder um unerwünschte Eigenschaften auszuschalten oder zumindest zu unterdrücken. Sie verändern oder verbessern durch chemische und/oder physikalische Wirkung die Eigenschaften von Schmierstoffen, Kraftstoffen, Heizöl etc. z.B. hinsichtlich Oxidationsstabilität, EP-Wirkung, Schaumbildung, Viskosität-Temperatur-Verhalten, Stockpunkt, Fliessfähigkeit, Vergaservereisung, Ansaugsystem-Verschmutzung, Filtrierbarkeit, Zündwilligkeit, Klopffestigkeit.

Alterung (Oxidation)

ist die unerwünschte chemische Veränderung von mineralischen und synthetischen Produkten wie Schmierstoffe und Kraftstoffe während des Gebrauches und während der Lagerung. Aufgrund von Reaktionen mit Sauerstoff, Wärme, Licht sowie katalytischen Einflüsse von Metallen und anderen Verunreinigungen wird der Alterungsprozess beschleunigt. Es kommt zur Bildung von Säuren und Schlamm; Alterungsschutzstoffe - Antioxidantien (AO) - verzögern die Alterung.

Alterungseigenschaft (Antioxidation Properties)

dient zur Beurteilung der Brauchbarkeit eines Schmieröles für den Verwendungszweck, z.B. für hohe Druckbeanspruchung eines Schmieröles CLP; gemessen wird der Anstieg der kinematischen Viskosität im gealterten Probeteil sowie die Zunahme der Fällungszahl: DIN 51586; Alterungsverhalten von wirkstoffhaltigen Dampfturbinen- und Hydraulikölen: DIN 51587.

Alterungsverhalten (Oxidation Characteristics)

von unlegierten und wirkstoffhaltigen Schmierölen, gemessen wird die Zunahme des Koksrückstandes nach Conradson nach Alterung mit Durchleiten von Luft: DIN 51352 T1, mit Durchleiten von Luft und in Gegenwart von Eisen (III)-Oxid (für Turbinenöle TDL): DIN 51352 T2, für die Bestimmung des Alterungsverhaltens von wirkstoffhaltigen Dampfturbinen- und Hydraulikölen wird die Zunahme der Neutralisationszahl bei Behandlung des Öles mit Sauerstoff in Gegenwart von Wasser, Stahl und Kupfer festgestellt: DIN 51587.

Aluminiumkomplexseifen-Schmierfett (Aluminium Complex Grease)

Schmierfett mit sehr guter Wasserbeständigkeit und Förderbarkeit, niedriger Ölabscheidung und hohem Tropfpunkt (bis über 230 °C), mit EP-Zusätzen gute Druckbelastbarkeit, Einsatztemperaturen bis ca. 160 °.

Aluminiumseifen-Schmierfett (Aluminium Grease)

Schmierfett auf Basis von Aluminiumseife und Mineralöl, gutes Haftvermögen und gute Wasserresistenz, geringe Scherstabilität und meist niedriger Tropfpunkt von ca. 120 °.

Asche (Ash)

bezeichnet die bei der restlosen Verbrennung von org. Substanzen zurückbleibenden anorg. Bestandteile. Mineralischer Rückstand, der beim Vera­schen von Schmierstoffen als Oxid (Oxidasche) oder Sulfat (Sulfatasche nach vorheriger Zugabe von Schwefelsäure) entsteht. Sulfatasche nur für Schmieröle mit metallorganischen Zusätzen und für gebrauchte Schmieröle, Asche von Mineralölen: DIN 51575, EN 7, Asche von Schmierfetten: DIN 5180.

ASTM (American Society for Testing and Materials)

Institution, die u.a. die amerikanischen Normen zur Mineralölprüfung aufstellt.

ASTM-Farbzahl (ASTM Colour Number)

Bestimmung der Farbe: DIN ISO 2049 - siehe Farbzahl.