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Additive

Additive sind Wirkstoffe, die Grundölen zugemischt werden, um im Fertigprodukt folgendes zu bewirken:

  • Eigenschaften zu erreichen, die schmierungstechnisch zwar erforderlich, aber im Grundöl nicht vorhanden sind,
  • positive Eigenschaften noch zu verstärken,
  • unerwünschte Eigenschaften auszuschalten oder zu minimieren.

Definition:

Die Menge der zugemischten Additive (z. B. Silikonöl als Antischaumzusatz) reicht von wenigen ppm (= parts per million = Teile pro Million) bis zu Konzentrationen von 20 % bei Höchstleistungsölen für Dieselmotoren.

Frühe Schmierstoffadditive 

Eines der ältesten Schmierstoffadditive dürfte Schwefelblüte sein. Schon im vorigen Jahrhundert wurde in Drahtziehereien dem Ziehfett Schwefel zugemischt, um die Ziehdüse möglichst gut vor Verschleiß zu schützen.

Die ersten synthetischen Additive kamen Ende der 30er/Anfang der 40er Jahre in den USA auf den Markt. Es waren dies:

  • Zinkdithiophosphat - ZnDTP
    als Verschleiß- und Alterungsschutz,
  • Calciumphenat
    als Detergent/Dispersant (HD)-Additiv mit antioxidativer Wirkung im Hochtemperaturbereich.