Schmierstoff ABC

    Färbung von Schmierölen in abhängig von Herkunft, Raffinationsgrad, Additiven, evtl. zugegebenen Farbstoffen und Alterungszustand. Legierte Schmieröle haben meist eine dunklere Farbe als Neutralöle. Die Farbe ist kein Oualitätsmerkmal. Die Bestimmung der Farben erfolgt mittels ASTM-Colorimeter: DIN ISO 2049, Sayboldt-Farbzahl: DIN 51 411.

    Festlegung der Farben von Mineralölerzeugnissen wie Schmieröle, Heizöle, Dieselkraftstoff und Paraffin in 16 Farbzahlen, Bestimmung der Farbe: DIN ISO 2049, für Mineralöl-Kohlenwasserstoffe und verwandte Erzeugnisse, deren Farbe nach: DIN ISO 2049 unter der Farbzahl 0,5 liegt, gilt die Bestimmung der Sayboldt-Farbzahl: DIN 51 411.

    kennzeichnet die niedrigste Temperatur eines Öles (und anderer Kohlenwasserstoffe), bei der erstmalig entzündungsfähige Dampf-Luftgemische entstehen. Messung erfolgt in einem offenen bzw. geschlossenen Tiegel, bei der die zu prüfende Flüssigkeit unter festgelegten Bedingungen Dämpfe in solcher Menge entwickelt, dass sich im Tiegel ein durch Fremdentzündung entflammbares Dampf-Luft-Gemisch bildet, kurz aufflammt und wieder erlischt: DIN 51 755 T2, DIN ISO 2592, DIN pr EN 57 – siehe auch Brennpunkt.

    kennzeichnet den notwendigen Druck, um einen Schmierfettstrang unter bestimmten Bedingungen aus einer Prüfdüse herauszupressen. Maß für die Konsistenz eines Schmierfettes und kennzeichnet sein Fließverhalten. Fließdruck von Schmierfetten nach Kesternich: DIN 51805.

    Das Fließverhalten ist abhängig von der Art des Stoffes, z.B. Mineralöle, synthetische Flüssigkeiten, Schmierfette usw. Man unterscheidet newtonsches, plastisches, pseudoplastisches, dilatantes und thixotropes Fließverhalten. Das Viskositätsverhalten einzelner Stoffe kann man in Fließkurven (Rheogrammen – Zusammenhang zwischen Geschwindigkeitsgefälle und Schubspannung) oder Viskositätskurven (Darstellung der Viskosität h zur Schubspannung) darstellen.

    Verhalten von Schmierölen (Fließvermögen) bei Temperaturen unter 0 °C. Bestimmung des Fließvermögens (U-Rohr-Verfahren): DIN 51 568.

    kennzeichnet die Temperatur in °C für Kältemaschinenöle, bei der beim Abkühlen in einem homogenen Gemisch von Kältemaschinenöl und Kältemittel im Verhältnis 10 zu 90 (Massenanteile) im durchfallenden Licht die ersten Ausscheidungen in Form einer milchigen Trübung oder als Flocken sichtbar werden: DIN 51 351.

    a) Öle zur Einfettung von Formen aus Holz, Metall o.ä. für die Herstellung von Beton, Keramiken, Dachpfannen usw., um ein gutes Lösen der geformten Teile sicherzustellen.
    b) Kernöle zum Mischen mit Formsand.

    eingesetzt zur funkenerosiven Bearbeitung von sehr harten Metallen als Dielektrikum. Es muß gut isolieren, Werkzeug und Werkstück kühlen und sollte leicht ionisierbar sein. Geringe Verdampfungsneigung, hoher Flammpunkt, oxidationstabil, Haut- und Dichtungsverträglichkeit, chemisch neutral, hoch ausraffiniert, aromatenarm sind einige Punkte, die gute Produkte auszeichnen. Die Viskosität liegt bei ca. 2 bis 4,5 mm²/s bei 40 °C.

    Forschungsstelle für Zahnräder und Getriebe.

    mechanische Prüfung von Getriebe-Schmierstoffen in einer Zahnrad-Verspannungs-Prüfmaschine, Ermittlung der Grenzbeanspruchbarkeit von Getriebeölen, weitere Eigenschaften, wie Flankenglättung, Schaumneigung und Korrosionsverhalten, werden bei diesem Test nach dem Augenschein beurteilt. Das Ergebnis wird in den erreichten Schadens-Kraftstufe (1-12, 12 = größte Belastung) sowie der spezifische Verschleiß neben weiteren Einzelheiten angegeben: DIN 51354 T 1/T 2.