Schmierstoff ABC

    zur Verstärkung des Haftvermögens von Ölfilmen auf Metalloberflächen durch strukturviskose Eigenschaften, meist mit Viskositätserhöhung verbunden. Hochmolekulare Kohlenwasserstoffe, hochpolymere Verbindungen, Aluminiumseifen usw., die eine Erhöhung der öleigenen Kohäsion bewirken sollen.

    Schmieröl mit Haftfähigkeitsverbesserern, zähklebrige, oft bituminöse, hoch viskose Schmierstoffe.

    Verwendung zum Härten, Vergüten und Anlassen von Stahl. Anlaßöle (Badtemperaturen bis ca. 320 °C), Warmbadhärteöle (Badtemp. von 100 bis 230 °C), Hochleistungshärteöle (mit Zusätzen hochmolekularer Kohlenwasserstoffe), Blankhärteöle (für blanke Oberflächen), abwaschbare Härteöle und emulgierbare Härteöle, die je nach Stahlart, Abkühlvermögen, Härtungsprozeß und Materialanforderungen eingesetzt werden. Die Viskositäten liegen zwischen 15 und 70 mm²/s bei 40 °C und für Warmbadhärteöle bis ca. 190 mm²/s bei 40 °C.

    HTHS ist die Abkürzung für High Temperature High  Shear, eine Definition der dynamischen Viskosität, die in [mPas] angegeben wird. Sie beschreibt den Widerstand, den ein Schmierstoff einem schnelllaufenden Rotor in einem Zylinder bei einer Temperatur von 150°C unter Scherbedingungen entgegensetzt. Zur vollständigen Beschreibung der Viskosität benötigt man die HTHS-Viskosität zusätzlich zur SAE-Viskositätsbezeichnung.

    Verfahren als Alternative zur Herstellung von biogenen Krafstoffen, z.B. als Beimischung zum Dieselkraftstoff. HVO ist trotz des Ausgangsstoffes Pflanzenöls unter Zugabe von Wasserstoff ein Kohlenwasserstoffgemisch, dessen Siedepunkt im Norm-Diesel-Bereich liegt. Damit wird dem verschleppten Verbrennungsvorgang im Gegensatz zu anderen biogenen Dieselkraftstoff-Zusätzen vorgebeugt. Ein weiterer Vorteil ist die nötige Biomasse, die nicht wie herkömmliche Pflanzenöle oder andere biogene Kraftstoffe aufwendig angebaut werden muss, sondern die Ernterückstände entsprechend verwendet werden können. Der genaue Siedepunkt des HVO minimiert schädliche Anreicherungen im Motorenöl deutlich.

    Bezeichnet eine Kombination verschiedener Antriebe im Fahrzeug- und Flugzeugbau. Im Fahrzeugbau sind Kombinationen von Verbrennungs- und Elektromotore üblich. Da sich in diesen Fahrzeugen und Maschinen auch die Getriebeauslegung stark ändern kann, haben sich auch die Anforderungen an die Getriebeöle verändert, z.B. in Bezug auf Buntmetall-Verträglichkeit, Fremdpolarisierung und Leitfähigkeit.

    Schwerentflammbare Druckflüssigkeit zur hydraulischen Kraftübertragung und Steuerung: VDMA 24317, 24320 und gem. Anforderungen und Prüfungen schwerentflammbarer Flüssigkeiten zur hydraulischen Kraftübertragung und Steuerung der Kommission der Europäischen Gemeinschaften, 7. Luxemburger Bericht (ständiger Ausschuß für Betriebssicherheit im Steinkohlenbergbau): ISO/DIS 6071, ISO/DP 6743 T 0.

    Alterungsbeständige, dünnflüssige, nichtschäumende, hochausraffinierte Druckflüssigkeit aus Mineralöl und/oder Syntheseöl mit tiefem Stockpunkt für den Einsatz in Hydraulikanlagen, vorwiegend mit hydrostatischem Antrieb; sie dürfen in Hydraulikanlagen mit hydrodynamischem Antrieb verwendet werden, soweit sie den Anforderungen dieser Antriebe entsprechen HL sind Hydrauliköle (Druckflüssigkeiten) aus Mineralölen mit Wirkstoffen zum Erhöhen des Korrosionsschutzes und der Alterungsbeständigkeit: DIN 51524 T 1. HLP sind Hydrauliköle (Druckflüssigkeiten) aus Mineralölen mit Wirkstoffen zum Erhöhen des Korrosionsschutzes, der Alterungsbeständigkeit sowie zur Verminderung des Fressverschleißes im Mischreibungsgebiet: DIN 51524 T 2, VDMA 24318. HVLP sind Hydrauliköle (Druckflüssigkeiten) aus Mineralölen mit Wirkstoffen zum Erhöhen des Korrosionsschutzes, der Alterungsbeständigkeit, zur Verminderung des Fressverschleißes im Mischreibungsgebiet sowie zur Verbesserung des Viskositäts-Temperatur-Verhaltens: DIN 51524 T 3. HLPD sind Hydrauliköle mit detergierenden Zusätzen.