Schmierstoff ABC

    Bezeichnet ein Öl, welches gemäß der SAE mehrere Angaben zur Viskositätsklasse als Beschreibung des Viskositäts-Temperatur-Verhaltens (VT-Verhalten) trägt. Diese Öle haben somit einen höheren Viskositätsindex als Einbereichsöle, da die Viskosität mit zunehmender Temperatur nicht so stark  abfällt. Hochwertige Grundöle, z.B. PAO, besitzen ein besseres V-T-Verhalten, so dass im Vergleich zum mineralölbasischen Grundöl weniger VI-Additiv zum Erreichen einer gleichen SAE-Klassifizierung zugesetzt werden muss. In der Praxis wird aber oft hoch additiviert, um ein optimales VT-Verhalten zu erreichen. Moderne Anforderungen durch niedrige Kaltviskosität in Verbindung mit hohen Aggregattemperaturen bedeuten auch neue Additivtechnologien, um das nötige V-T-Verhalten zu erreichen.

    Einsatz in Schalt-, Zusatz-, Hypoidgetrieben usw. in Kraftfahrzeugen, Traktoren und Baumaschinen eingesetzt werden, sofern die MIL-Spezifikationen bzw. API-Klassifikationen erfüllt werden und eine gute Verträglichkeit der verschiedenen Wirkstoffe (Additive) mit Dichtungen, Buntmetallen usw. gegeben ist.

    Universell einzusetzende Industrieschmierstoffe, die durch eine spezielle Additivierungen die Anforderungen verschiedener Werkzeugmaschinen-Aggregate erfüllen, wie die Anforderungen, die an Schneidöle usw. zu stellen sind. Sie können daher, wenn die Aggregateanforderungen erfüllt werden, auch als Getriebeöle, Bettbahnöle, Schneidöle, Hydrauliköle in Zentralschmieranlagen usw. eingesetzt werden.

    Universell einzusetzende Schmierfette, die für möglichst alle Fettschmierstellen und deren Anforderungen, z. B. die von Gleit- und Wälzlagern mit einem Temperaturbereich von ca. -30°C bis 140°C sowie für einen großen Drehzahlbereich Verwendung finden können.

    Sammelbegriff für Schneidöle, Walzöle, Ziehöle und Bohröle, wassermischbar und nichtwassermischbar, genormte Bezeichnung ist Kühlschmierstoffe; Hauptaufgaben: je nach Anwendung, Schmierung, Kühlung, Spantransport, Korrosionsschutz usw. – siehe Kühlschmierstoff.

    Metalle und deren Verbindungen reagieren mit Fettsäuren und bilden Metallseifen, die als EP-Zusätze in Schmierölen und als Dickungsmittel in Schmierfetten eingesetzt werden.

    bzw. Mineralölprodukte sind die aus dem mineralischen Rohstoff Erdöl gewonnenen flüssigen Destillations- und Raffinations-Produkte, die primär aus Gemischen von gesättigten und evtl. geringen Mengen ungesättigten Kohlenwasserstoffen bestehen. Neben den Mineralölen existieren auch Pflanzen- und Tieröle.

    beschreibt den Reibungszustand bei dem Grenzreibung und Flüssigkeitsreibung nebeneinander/nacheinander vorkommen. Die Oberflächenrauheiten (Rauhigkeitsspitzen) sind teilweise getrennt, teilweise kommt aber auch Berührung vor, die zu Verschleiß führt. Dieser Verschleiß kann durch auf den Oberflächen polar angehefteten Additiven minimiert werden.

    Bezeichnet eine Beschädigung oder den Ausfall eines Motors. Neben verwendeten Materialien, unausgereiften Fertigungsprozessen und Überlastbedingungen zählen auch minderwertige oder falsche Betriebsstoffe zur Hauptursache eines Motorschadens. Sowohl minderwertige Kraftstoffe als auch Schmierstoffe verursachen zumeist Störungen im Ölhaushalt, welche in Folge den Verschleiß maximieren oder die nötige Schmierung komplett unterbrechen. Die Vielzahl an Motorschäden gilt als vermeidbar bei Verwendung geeigneter und qualitativ hochwertiger Betriebsstoffe und der Vermeidung des Überalterns der Schmierstoffe.