Trockenreibung

Hierbei reiben die Metalloberflächen ohne Schmierfilm direkt aufeinander. Reibungswiderstand und Verschleiß sind hoch. Örtlich können sehr hohe Temperaturen auftreten, die zum Fressen der sich berührenden Teile und deren Zerstörung führen. Dieser Reibungszustand kann sich in einer geschmierten Maschine nur im Extremfall, z. B. bei Ausfall der Schmierstoffzufuhr an der Reibstelle, einstellen.

Mischreibung

Zwischen den Metalloberflächen ist kein zusammenhängender Schmierfilm vorhanden, einzelne Rauhigkeitsspitzen können sich berühren. Dieser Zustand wird in Gleitlagern immer beim Anfahren und Auslaufen durchfahren.

Ständige geringe Mischreibung herrscht im Motor im oberen und unteren Totpunktbereich zwischen Kolbenringen und Zylinderlaufbahn, im Bereich Ventilsteuerung, an Nocken und Stößeln, an Ventilführungen sowie in allen Maschinen an Zahnflanken. Daher muss der Schmierstoff die Fähigkeit haben, durch Additive Schutz- und Reaktionsschichten auf den Oberflächen der Gleitpartner aufzubauen und dadurch Reibung und Verschleiß so gering wie möglich zu halten.
 

Flüssigkeitsreibung


Beide Metalloberflächen werden durch einen Schmierfilm vollständig getrennt, die Reibung (Verlustleistung) ist nur noch gering, der Verschleiß ist gleich Null. Dies ist der Idealzustand. Für die Ausbildung eines vollkommenen, tragfähigen Flüssigkeitsfilmes sind folgende Bedingungen zu erfüllen:

  • ein sich verengender Schmierspalt,
  • ausreichende Gleitgeschwindigkeit,
  • ausreichende Schmierstoff-Viskosität.


Hierdurch entsteht ein Schmierschichtdruck (hydrodynamischer Druck) im Bereich von 1000 bar und mehr. Der von der Ölpumpe erzeugte Öldruck von bis zu 6 bar ist nur reiner Transportdruck und hat mit der Tragfähigkeit des Schmierfilms nichts zu tun.